Iris Dakar

Projekte


Die Vision von IRIS Dakar ist, dass die verlassenen und ungewollten Babies und Kinder inklusive der Strassenkinder Senegals einen Platz in einer Familie haben, wo sowohl ihre physiologischen als auch ihre sozialen und emotionalen Bedürfnisse befriedigt werden. Bevorzugterweise geschieht dies in der leiblichen Familie. Falls dies jedoch nicht gewährleistet werden kann, wird eine gute Pflege- oder Adoptivfamilie gesucht.

Family Homes

Eine traurige Realität Senegals sind die aufgrund verschiedenster sozialer und psychischer Probleme von ihren Müttern getöteten Neugeborenen sowie die Babies und Kinder, die mehr Glück hatten und von ihren Familien verstossen oder weggegeben wurden. Für diese Gruppe von Kindern wurde das Projekt «Family Homes» gestartet, um dieser Realität zu begegnen und den Kindern einen völlig anderen Start ins Leben zu ermöglichen.

Wir glauben, dass jedes Kind eine Familie braucht, wo es zusätzlich zu den physiologischen Bedürfnissen wie Essen und Schlafen auch Liebe, Annahme, Würde und Sicherheit erfährt. Dies möchten wir auf zwei Arten ermöglichen: Zum einen suchen wir stabile senegalesische Familien, welche ein oder mehrere Kinder als Pflegefamilie aufnehmen oder vollständig adoptieren. Zum anderen stellen wir auf dem Grundstück von IRIS Dakar zwei Häuser zur Verfügung, wo solche Gastfamilien enger begleitet werden können, so dass die körperliche, emotionale und seelische Heilung und Wiederherstellung der Kinder gewährleistet werden kann.

Claudio und Mirjam Steiner haben mit dem ersten Family Home angefangen, wo sie bisher drei Kinder aufgenommen haben, welche alle entweder Halb- oder Vollwaisen und von der restlichen Familie verstossen sind. Es hat auch Kinder darunter, die positiv auf das HI-Virus getestet wurden.

Das zweite Family Home wurde kürzlich fertiggestellt, wo ein senegalesisches Ehepaar in Zusammenarbeit mit dem staatlichen Sozialdienst und dem Gericht weitere Kinder ihrer Familie zufügen werden.

Abfallberg

In den Vororten Dakars befindet sich eine 4 km² grosse Abfallmüllhalde, worauf 3000 Menschen arbeiten, darunter 800 Kinder. Der Müll von ganz Dakar wird dort sortiert und was Wert hat, rezykliert und weiterverkauft. Vielmals ist die Abfallmüllhalde noch die letzte Möglichkeit für die unzähligen Arbeitslosen, um ihre Familien zu ernähren. Wir organisieren jedes Jahr ein Weihnachtsfest, wo Hunderte von Kindern zusammenkommen, um Spiel, Spass und Weihnachten zusammen zu erleben. Auch begleiten wir verschiedene bedürftige Familien in ihrem Alltag mit Besuchen, Hilfe mit der Versorgung der Grundbedürfnisse und Schulbildung für ihre Kinder oder Mikrokrediten für ihre Eltern. So konnten wir bereits mehrere Kinder in die Schule schicken, welche vorher auf dem Abfallberg arbeiteten.

Schulausbildung

Wir glauben, dass Schulbildung ein Schlüssel ist, um aus der Spirale der Armut rauszukommen. Die Analphabetenrate der über 15-Jährigen in Senegal ist immer noch bei ungefähr 40%. IRIS Dakar begegnet dem, indem die bedürftigsten der armen Familien im Beziehungsnetz besucht und deren Kinder, welche ohne externe Hilfe keine Schulbildung hätten, unterstützt werden. Zurzeit unterstützen wir 25 Kinder mit Schulgeldern und Schulmaterialien.

Iris Dakar Familie

Claudio und Mirjam Steiner leben zusammen mit ihren drei senegalesischen Pflegekindern in einem Dorf ausserhalb von Dakar. Zur engen Familie gehört auch eine Mama, welche ihnen als erfahrene Senegalesin in allen Bereichen mit den Kindern, aber auch mit der Bürokratie Senegals zur Seite steht. Zur grösseren Familie gehört auch ein senegalesischer Sozialanimator mit seiner Frau und Kindern, welcher die Arbeit unterstützt und gleichzeitig das Grundstück von IRIS Dakar bewirtschaftet. Im Moment leben auch zwei internationale Freiwillige auf dem Grundstück, welche dem Projekt IRIS DAKAR mit ihren Talenten und Gaben dienen.

Über Iris Dakar


Wir sind eine kunterbunte Familie bestehend aus Senegalesinnen und Senegalesen sowie verschiedenen anderen Nationen, welche zusammen Leben teilen und dafür arbeiten, dass eines Tages jedes Baby und jedes Kind eine Familie hat, wo es gewollt und geliebt ist.

Die Gründer

Claudio und Mirjam Steiner wuchsen in Aarau bzw. Buchs auf. Nachdem Claudio einige Jahre in der Wirtschaft gearbeitet hatte, zog es ihn im 2007 nach Senegal, um in einem Sozialprojekt mit jungen Menschen mitzuhelfen. Seit dann hat ihn Afrika nicht mehr losgelassen. Zurück in der Schweiz absolvierte er ein Theologiestudium und arbeitete vorwiegend in sozialen Bereichen der Freien Christengemeinde Aarau und dem Töpferhaus Aarau. Claudio hatte schon immer eine Leidenschaft für Kinder und Randständige oder Benachteiligte unserer Gesellschaft. Mirjam studierte an der Pädagogischen Hochschule in Bern und arbeitete danach mehrere Jahre als Primarlehrerin. Im Jahr 2010 reiste sie zum ersten Mal nach Senegal, um in einem Projekt mit Strassenkindern und Bettlermädchen einen Alphabetisationskurs zu starten. So kreuzten sich Claudios und Mirjams Wege und sie erkannten die gemeinsame Leidenschaft, welche dazu führte, dass sie im 2011 heirateten. Im 2012 und später im 2014 folgten Afrikaaufenthalte in Mosambik, Madagaskar und Südafrika als Vorbereitung für das gegenwärtige Projekt IRIS Dakar, welches sie im Jahr 2015 in Senegal begannen.

Kontakt


Vereinskonto
Iris Dakar | 5033 Buchs | PC 61-340831-3 | IBAN CH5109000000613408313

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